Liveticker Ukraine-Krieg: Rumänische Luftstreitkräfte schießen erneut Drohne ab

26.07.2026 12:04 Uhr
12:04 Uhr
Außenministerium in Delhi warnt indische Seeleute vor Risiken im Schwarzen Meer
Nach den jüngsten Attacken auf Öltanker und Frachter im Schwarzen Meer warnt das indische Außenministerium die Seeleute aus dem asiatischen Land vor Risiken beim Anheuern auf Schiffen, die das Schwarze Meer befahren. Die Diplomaten empfehlen ihren Landsleuten, im Vorfeld bei ihrem Arbeitgeber erschöpfende Informationen über die Fahrtroute sowie Sicherheit und Versicherung anzufragen. Angesichts des andauernden Konflikts zwischen Russland und der Ukraine müsse das persönliche Sicherheitsrisiko gut kalkuliert werden. Es sei äußerste Umsicht geboten. In einer entsprechenden Mitteilung der diplomatischen Behörde heißt es:
"Die Situation im Schwarzen Meer und in den Anrainerregionen bleibt äußerst instabil."
Advisory for Indian nationals undertaking employment on commercial vessels operating in Black Sea region ⬇️
— Randhir Jaiswal (@MEAIndia) July 26, 2026
🔗 https://t.co/0W6Hytj67Tpic.twitter.com/UbL6Bln05mAm Dienstag hat Indien den russischen Geschäftsträger Wladimir Ladanow ins Außenministerium einbestellt und förmlich Protest gegen den Angriff auf den Frachter "MV Golden Leo" eingelegt. Bei dem Beschuss vor der ukrainischen Küste seien nach Angaben des Ministeriums vier indische Besatzungsmitglieder getötet worden. Ein weiterer Seemann aus dem asiatischen Staat habe eine schwere Verletzung erlitten. Nach Darstellung der ukrainischen Streitkräfte sei die unter der Flagge Guinea-Bissaus fahrende "MV Golden Leo" am Abend des 19. Juli beim Auslaufen aus dem Hafen Odessa von russischen Marschflugkörpern getroffen worden. Russland behauptet, nur Schiffe mit Militärgütern an Bord anzugreifen.
11:35 Uhr
CSU fordert Rüstungsabkommen mit Ukraine
Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, Alexander Hoffmann, hat ein offizielles Rüstungsabkommen mit der Ukraine gefordert, um die Bundeswehr mit ukrainischen Drohnentechnologien aufzurüsten. Gegenüber der Bild am Sonntag erklärte Hoffmann:
"Wir sind der Auffassung, es braucht eine Unterstützungsdividende von der Ukraine."
Deutschland werde die Hilfe für die Ukraine "unter allen Umständen fortsetzen". Gleichzeitig habe die Ukraine damit "wirklich herausragende Fähigkeiten entwickelt – im Bereich Drohnen, Drohnenabwehr und Marschflugkörper".
Hoffmann forderte daher eine verbindliche Gegenleistung für die Bundeswehr. In einem zwischenstaatlichen Abkommen solle sich die ukrainische Seite verpflichten, ihre technologischen Fähigkeiten mit Deutschland zu teilen. Man wolle Know-how nutzen, das es heute in der Ukraine schon gebe, welches das Land aber "natürlich ein Stück weit hütet, weil das militärstrategisch von Vorteil ist", sagte Hoffmann.
11:09 Uhr
Rumänische Luftstreitkräfte schießen erneut Drohne ab
Das rumänische Militär hat erneut ein unbemanntes Luftfahrzeug abgeschossen. Wie das Verteidigungsministerium in Bukarest auf der Plattform X mitteilt, habe sich der Vorfall um 10.13 Uhr Ortszeit oder 9.13 Uhr MESZ über dem Schwarzen Meer ereignet. Der Pilot eines F-16-Kampfjets habe die Drohne abgeschossen, als sie den rumänischen Luftraum verletzt habe. Zur Herkunft des unbemannten Luftfahrzeugs macht das Verteidigungsministerium keine Angaben.
🇷🇴Piloții noștri au doborât o a treia dronă intrată în spațiul aerian românesc!
— MApN (@MApNRomania) July 26, 2026
În această dimineață, la 10:13, un pilot român, aflat la manșa unei aeronave de luptă F-16 a Forțelor Aeriene Române, a doborât o a treia dronă intrată în spațiul aerian al României.
Drona a fost… pic.twitter.com/R2CNQn4hW9Nach Angaben von Präsident Nicușor Dan soll sich der Vorfall in der Nähe der Hafenstadt Sulina ereignet haben. Man habe eine Untersuchung eingeleitet, so der Politiker.
Damit hat Rumänien zum dritten Mal innerhalb von drei Tagen eine Drohne abgeschossen. Die erste Drohne habe Ermittlern zufolge aus Russland gestammt.
10:37 Uhr
Iran verurteilt ukrainischen Angriff auf Frachter
Die iranische Regierung hat gegen einen mutmaßlichen ukrainischen Angriff auf ein Frachtschiff im Kaspischen Meer und den dadurch verursachten Tod eines Matrosen scharf protestiert. Nach Darstellung des Außenministeriums in Teheran soll ein weiterer Matrose bei dem Angriff am Samstag verletzt worden sein. Die iranische Mitteilung verwies darauf, dass der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij den Angriff ausdrücklich eingeräumt habe. Es handele sich um einen Akt der Aggression, der die Flammen des Krieges weiter anfachen und verbreiten könnte, und um einen Verstoß gegen das Völkerrecht.
Selenskij hatte am Vormittag tatsächlich verkündet, dass Langstreckendrohnen Schiffe im Kaspischen Meer getroffen hätten. Darunter seien Schiffe gewesen, die militärische Güter geladen und Bezug zu Iran gehabt hätten. Weitere Details nannte der Politiker nicht.
10:05 Uhr
Ein Verletzter und Schäden bei ukrainischen Artillerie- und Drohnenangriffen auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 25. Juli bis 8 Uhr MESZ am 26. Juli 103 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 62-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe zudem sieben Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet keine Todesopfer unter der Zivilbevölkerung. Der Politiker berichtet aber über einen Verletzten in der Stadt Rylsk. Demnach habe der 35-jährige Mann eine Bauchwunde und zahlreiche Splitterverletzungen erlitten. Bei der Attacke seien zudem drei Autos beschädigt worden. In der Gebietshauptstadt Kursk seien in einem Einfamilienhaus die Fensterscheiben zu Bruch gegangen. Im Dorf Kukujewka seien zwei Einfamilienhäuser und ein Auto zu Schaden gekommen. In der Karl-Liebknecht-Siedlung sei ein Mobilfunkmast beschädigt worden. In der Siedlung Pestschanoje sei ein Auto zu Schaden gekommen. Nach dem Fund einer abgestürzten ukrainischen Drohne sei der Eisenbahnverkehr nahe der Ortschaft Konarewo gestört worden. Infolge der Entschärfungsarbeiten sei es zu einem Verzug von rund vier Stunden gekommen.
09:40 Uhr
Festnahme nach Angriff auf Waffenausstellung bei Kiew
Nach dem tödlichen russischen Angriff auf eine Veranstaltung mit einer geplanten Waffenausstellung im Gebiet Kiew ist in der Ukraine nach Behördenangaben der Hauptorganisator festgenommen worden. Ihm sei mitgeteilt worden, dass er der Fahrlässigkeit im Amt, die zum Tod von Menschen geführt habe, verdächtigt werde, erklärte der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko auf Telegram. Am Freitagmittag waren bei einem russischen Raketenangriff westlich von Kiew zehn Menschen getötet und etwa 100 verletzt worden.
Krawtschenko verwies auf Angaben der Ermittler, wonach einer der Waffenverbände ohne Abstimmungen mit den zuständigen Behörden die große Veranstaltung organisiert hatte. Daran nahmen demnach Militärangehörige, Vertreter staatlicher Stellen, internationale Partner und Wirtschaftsvertreter teil. Auf dem Programm stand den Angaben nach auch eine Vorführung von Flugabwehrsystemen.
Mehr als 300 Menschen seien zu der Veranstaltung im Freien eingeladen worden, so Krawtschenko. Der nächstgelegene Schutzraum sei etwa 100 Meter entfernt und nur 34 Quadratmeter groß gewesen. Das bedeute, dass Hunderte Menschen von Anfang an einem "offensichtlichen Sicherheitsrisiko" ausgesetzt gewesen seien, teilte Krawtschenko mit.
09:08 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 30 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 25. Juli 14 Geschosse auf fünf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Aljoschki — 3,
- Welikije Kopani — 3,
- Lasurnoje — 4,
- Nowaja Kachowka — 2,
- Nowaja Majatschka — 2.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Sonntag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Staraja Sburjewka, Aljoschki, Nowaja Majatschka und Radensk seien insgesamt zwölf Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
08:36 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 133 ukrainische Drohnen
Das russische Verteidigungsministerium berichtet am Sonntagmorgen auf der Plattform Telegram über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr MESZ am Samstag bis 7 Uhr MESZ am Sonntag insgesamt 133 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Orjol, Rostow und Smolensk, dem Großraum Moskau, der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim und dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
08:03 Uhr
DVR meldet 24 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 24 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 24 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 15. Juli bis 0 Uhr am 16. Juli (Ortszeit) wurde eine zivile Person verletzt. Durch den Beschuss kamen vier Wohnhäuser, neun zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Kommunalfahrzeuge, Lkw und Autos zu Schaden.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk zehn Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Eine zivile Person kam dabei ums Leben, weitere vier Zivilisten erlitten Verletzungen. Beschädigt wurden mehrere Lkw und ein Auto.
07:31 Uhr
Russland greift Rüstungswerke in Kiew an

Archivbild: Feuerwehrleute löschen am 16. Juli 2026 einen Brand in der ukrainischen Hauptstadt Kiew.Ukrainian Emergency Service / AP Die russischen Streitkräfte setzen ihre Luftangriffe auf militärische Ziele in der Ukraine fort. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau auf Telegram mitteilt, seien in der vergangenen Nacht unter anderem Werke und Anlagen zur Herstellung und Lagerung von Drohnen samt Komponenten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew getroffen worden. Bei diesem kombinierten Schlag habe das russische Militär boden- und luftgestützte Hochpräzisionswaffen verwendet.
Außerdem berichtet die russische Militärbehörde über einen Angriff auf den Hafen Tschernomorsk im südukrainischen Gebiet Odessa. Der Gegner habe diesen für die Logistik von Militärgütern und Kraftstoff verwendet.
Ukrainische Medien haben in der Nacht über Explosionen in Kiew berichtet. In drei Bezirken der ukrainischen Hauptstadt soll es Einschläge gegeben haben. Wie der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko in seinen sozialen Medien mitteilt, hätten herabfallende Trümmerteile Brände in einem mehrstöckigen Wohnhaus ausgelöst.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
