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Liveticker Ukraine-Krieg: Donbass-Rebell der ersten Stunde und Journalist Russel Bentley entführt?

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Donbass-Rebell der ersten Stunde und Journalist Russel Bentley entführt?© Russel Benthley
  • 12.04.2024 22:06 Uhr

    22:06 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!   

  • 21:57 Uhr

    Ukraine beschießt Tokmak im Gebiet Saporoschje: mehrere Tote, Dutzende Verwundete

    Hochhausviertel wahllos mit Mehrfachraketenwerfern beschießen – diese Art Artillerieterror gegen Zivilisten hat das ukrainische Militär gegen die Stadt Tokmak im russischen Gebiet Saporoschje gewählt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS mit Verweis auf eine Meldung von Wladimir Rogow, Mitglied des zivil-militärischen Rates des benachbarten Gebiets Cherson.

    Jewgeni Balizki, der Gebietsgouverneur von Saporoschje, beklagt:

    "Infolge des Beschusses eines Hochbau-Wohngebiets in Tokmak seitens des ukrainischen Militärs gibt es mehrere Tote – darunter ein Kind. Zig Stadtbewohner sind schwer verwundet.

    Nun werden Lösch- und Räumarbeiten durchgeführt. Neun mehrstöckige und 25 einstöckige Wohnhäuser sind ohne Erdgasversorgung.

    Weitere Angriffe sind zu befürchten."

  • 21:46 Uhr

    Opfer des jüngsten ukrainischen Terroranschlags: "Bin wohlauf, alles noch dran – und Gott ist auf unserer Seite"

    Wassili Prosorow, ein ehemaliger Offizier des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU, ist nach einem Autobombenanschlag auf ihn nicht bloß am Leben – sondern sogar den Umständen entsprechend wohlauf. Dies geht aus einer nach dem Anschlag veröffentlichten Videoansprache hervor, auf der der Geheimdienstler und Enthüllungsjournalist munter die Arme und Beine zuckt – obwohl er an ihnen, wie es zuvor hieß, Splitterwunden davongetragen hat. Prosorow dankt dem Publikum für dessen Sorgen und richtet sich auch an seine ehemaligen Kollegen:

    "Werte Abonnenten meines Telegram-Kanals, liebe Freunde, werte Medienvertreter – den Kriegsberichterstattern mein besonderer Respekt – kurzum, alle, die sich heute um mich Sorgen gemacht und mich mit Anrufen und Anschreiben überhäuft haben:

    Macht euch nicht verrückt, mit mir ist alles in Ordnung. Ich bin wohlauf, Arme und Beine sind dran und im Betriebszustand.

    Was passiert ist? Ich habe keinen Zweifel: Dies ist ein weiteres terroristisches Attentat seitens des Kiewer Regimes und seiner Sonderdienste. Jedoch – und hier will ich mich an diese Menschen richten:

    Jungs, ein feuchter Dreck ist euch gelungen, denn Gott – er ist auf unserer Seite!"

    Wassili Prosorow betreibt einen Telegram-Kanal, auf dem er sein eigenes wie ihm zugespieltes Wissen über verschiedentliche Verbrechen und Interna des Kiewer Putschisten-Regimes teilt. Er verspricht, es damit auch nach diesem Anschlag ebenso energisch weiter zu halten.

  • 21:30 Uhr

    Nebensja: Erwarten von Washington Erklärung zu Geldtransfer für Terroranschläge über Burisma

    Geldmittel für Terroranschläge in Russland wurden über die ukrainische Burisma Holding empfangen – in deren Aufsichtsrat seit dem Jahre 2014 der Sohn des amtierenden US-Präsidenten sitzt. Wassili Nebensja, ständiger Vertreter Russlands bei den Vereinten Nationen äußerte im Namen seines Landes bei der jüngsten Sitzung des UN-Sicherheitsrates einige Erwartungen diesbezüglich. RIA Nowosti zitiert den Diplomaten:

    "Russlands Ermittlungskomitee hat herausgefunden, dass Geldmittel für die Begehung von Terroranschlägen in unserem Staatsgebiet über Unternehmen bei den Adressaten eingingen – darunter über die in der Ukraine wirkende Burisma Holding, in deren Aufsichtsrat seit dem Jahr 2014 ein gewisser, nicht gänzlich unbekannter Hunter Biden ein Mitglied ist. Wir rechnen damit, dass die US-Kollegen uns alle zu dieser Sache fälligen Erklärungen leisten werden."

    Zur besagten jüngsten Feststellung des russischen Ermittlungsausschusses bezüglich der Burisma Holding hat RT DE für Sie berichtet.

  • 20:38 Uhr

    Scholz: Deutschland wird noch lange Waffen und Munition an die Ukraine liefern müssen

    In einem Interview mit der Tageszeitung brachte Bundeskanzler Olaf Scholz zum Ausdruck, Deutschland werde noch lange Zeit die Ukraine mit Militärgütern beliefern müssen. Der Politiker wörtlich:

    "Ich habe immer gesagt, dass Russland diesen Krieg nicht gewinnen darf. Und schnell war klar, dass dies kein kurzer Krieg werden würde. Wir werden noch lange Waffen und Munition an die Ukraine liefern müssen."

    Scholz fügte hinzu, dass niemand wisse, wie lange der bewaffnete Konflikt in der Ukraine noch andauern werde. Er wisse, dass viele Bürger sich vor einer Eskalation fürchteten. Jedoch beharrt der Kanzler weiterhin auf Unterstützung der Ukraine:

    "Wir unterstützen die Ukraine so lange, wie es nötig ist, weil wir nicht akzeptieren können, dass die Macht das Recht bricht."

  • 20:24 Uhr

    Waffenbruder der ersten Stunde –Journalist Russel Bentley in Donezk entführt?

    Russel Bentley, ein US-stämmiger Reporter der Nachrichtenagentur Sputnik und freiwilliger Hilfsaktivist, der im Donez-Becken arbeitet, wird in Donezk vermisst. Die Polizei hat nun die Suche nach ihm aufgenommen.

    Zuletzt gesehen wurde der gebürtige Texaner am 08. April 2024 in Donezk: Nach einem Artilleriebeschuss der Stadt durch das ukrainische Militär gab es gegen 16 Uhr Moskauer Zeit eine Meldung über den Einschlag eines Geschosses in einem Niedrigbauviertel. Bentley sei sofort darauf in seinen Lada Niva gestiegen und zum Ort des Einschlags losgefahren, um gegebenenfalls Hilfe zu leisten. Dies schildert seine Frau Ljudmila, die mit ihm gerade im Exekutivkomitee-Gebäude Dokumente beantragen oder bekommen wollte, an den Kriegsberichterstatter Semjon Pegow. Ljudmila weiter:

    "Bis sechs Uhr Abends habe ich in aller Ruhe gewartet, weil ich weiß, dass er vollständig mit der Hilfe beschäftigt ist, wenn es jemandem zu helfen gilt. Dabei ging der Beschuss jener Gegend weiter, und dorthin losfahren konnte ich daher erst, als er vorbei war. An einer Autowerkstatt habe ich seinen Wagen gefunden – alles wie gewöhnlich: Fensterscheiben unten, Türen zu. Doch am Armaturenbrett links fanden wir sein Telefon – zerschlagen. Spezialisten haben bereits anerkannt, dass das Telefon infolge einer Einwirkung Dritter zu Bruch ging…

    An der Autowerkstatt habe ich mit einem Mann gesprochen, der erzählte, gehört zu haben, wie jemand von jemand Anderem gewaltsam abgeführt wurde. Er bestätigte, Ausdrücke des Russischen gehört zu haben, die für meinen Mann typisch sind – 'bratan' und Ähnliches."

    Sprich, der Mann wurde möglicherweise entführt – in den Listen der Menschen, die beim ukrainischen Artillerieterroranschlag getötet wurden, finde sich Russel Bentley ebensowenig wie in den Listen der Verwundeten und Verletzten.

    Russel Bentley reiste viel um die Welt – doch sein Zuhause fand der Kommunist im Donbass: Im Jahr 2014 reiste er in die junge Volksrepublik Donezk und schloss sich den Rebellen an. Bentley kämpfte im Bataillon "Wostok" der Donezker Volksmiliz – natürlich unter dem Funknamen "Texas" –, nicht zuletzt war er an den heftigen Gefechten um den Flughafen der Stadt beteiligt. Bereits damals fungierte Russel aber auch als Kriegsberichterstatter vor allem für das westliche Publikum – und in dieser Funktion blieb er auch bis zuletzt tätig. Sein bis jetzt letzter Bericht thematisiert den Einsatz von Chemiewaffen durch das ukrainische Militär – ihn zu veröffentlichen, hat Bentley jedoch nicht mehr geschafft.

  • 19:49 Uhr

    Gorlowka: Mitarbeiter des Katastrophenschutzministeriums durch ukrainischen Drohnenangriff verletzt

    Zehn Mitarbeiter des russischen Katastrophenschutzministeriums wurden in der DVR durch einen ukrainischen Drohnenangriff verletzt, als sie ein Feuer löschten, das durch einen von einer Drohne abgeworfenen Sprengkörper verursacht worden war, berichtet der Telegram-Kanal der Behörde. In dem Bericht heißt es:

    "In der DVR wurden zehn Mitarbeiter des russischen Ministeriums für Notfälle durch einen Drohnenangriff verletzt. Im Bezirk Nikitowski von Gorlowka löschten Feuerwehrleute das Feuer. Ein Privathaus geriet durch den Abwurf eines Sprengkörpers in Brand."

    Es wird darauf hingewiesen, dass die Mitarbeiter des russischen Katastrophenschutzministeriums während der Löscharbeiten erneut von einer ukrainischen Drohne angegriffen wurden und Verletzungen unterschiedlichen Schweregrades erlitten. Die Verletzten seien ins Krankenhaus eingeliefert worden.

  • 19:27 Uhr

    Nebensja: Ukraine kann russische Forderungen erfüllen, ohne ihre Souveränität zu gefährden

    Kiew könne den Forderungen Russlands nachkommen, ohne seine eigene Staatlichkeit und Souveränität zu verletzen, sagt der ständige Vertreter Russlands bei der UN-Organisation, Wassili Nebensja, auf einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats. Er erklärt:

    "Unsere fairen und berechtigten Forderungen an unseren Nachbarn, die der militärischen Sonderoperation zugrunde liegen, sind wohlbekannt. Die Ukraine kann sie ohne Beeinträchtigung ihrer Souveränität und Staatlichkeit erfüllen."

    Der Ständige Vertreter weist darauf hin, dass die Ukraine, wenn sie den Frieden wollte, ihn schon längst erreicht hätte. Ihm zufolge hat Kiew im Frühjahr 2022 durch die Inszenierung einer falschen Provokation in Butscha unter dem Druck seiner westlichen Handlanger "seine beste Chance auf Frieden ausgeschlagen". Nebensja erklärt:

    "Die Tatsache, dass Deutschland sich vom Nationalsozialismus und Japan vom Militarismus trennen musste, hat nicht zum Verschwinden dieser Staaten geführt. Warum also kann die Ukraine dies nicht tun und gleichzeitig aufhören, die russische Sprache und russischsprachige Menschen zu diskriminieren – und das in klarer Übereinstimmung mit europäischen Werten? Die Antwort auf diese Frage ist sehr einfach. Weil eine solche Ukraine, die mit Russland befreundet wäre, von Washington, London und Brüssel nicht gebraucht wird."

  • 19:06 Uhr

    Umfrage: Glauben Deutsche nicht mehr an einen Sieg der Ukraine?

    Laut dem aktuellen ZDF-Politbarometer hat die Zahl der Deutschen, die an einen Sieg der Ukraine im Konflikt mit Russland glauben, deutlich abgenommen.

    Demnach rechnen nur acht Prozent mit einem Sieg der Ukraine. Im August 2023 waren es noch 21 Prozent. 82 Prozent der Befragten sind dagegen skeptisch, dass die Ukraine den Krieg mithilfe der gelieferten Waffen aus dem Westen gewinnen kann – im August lag der Wert noch bei 70 Prozent.

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  • 18:30 Uhr

    Zwei weitere ukrainische Drohnen über Gebiet Belgorod abgeschossen

    Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte, wurde eine ukrainische Drohne vom Typ Flugzeug über dem Gebiet Belgorod zerstört. In einer Erklärung auf dem Telegram-Kanal der Behörde heißt es:

    "Am 12. April gegen 16.50 Uhr Moskauer Zeit wurde ein weiterer Versuch des Kiewer Regimes vereitelt, einen Terroranschlag mit einer flugzeugähnlichen Drohne auf Objekte auf dem Territorium der Russischen Föderation zu verüben. Ein ukrainisches unbemanntes Luftfahrzeug wurde über dem Gebiet Belgorod von den diensthabenden Luftverteidigungskräften zerstört."

    Später teilte das russische Verteidigungsministerium mit, dass um 17:00 Uhr Moskauer Zeit eine weitere ukrainische Drohne über dem Gebiet Belgorod abgeschossen wurde.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.